Grillen in der Gastronomie – auch ein Winterthema

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Screenshot: BBQ.LOVE

Die Grill- und Barbecue-Szene in Deutschland boomt, Grill-Hersteller feiern Umsatzrekorde und nicht wenige Heimwerker bauen sich ihre abenteuerlichen Smoker selbst. Würstchen und Nackensteaks aus der Packung werden abgelöst von Fleischqualitäten, von denen vor ein paar Jahren niemand wusste, dass es sie überhaupt gibt. Denn Grillenthusiasten sind Fleischenthusiasten und immer auf der Suche nach dem perfekten Stück Fleisch. Nicht nur das Steak lockt, auch Brisket, Pulled Pork oder ein ausgefallener Burger können reizen. Burger sind ja inzwischen in der Gastronomie mehr als angekommen, mitunter auch dort, wo sie überhaupt nicht ins Konzept passen. Doch genau darauf sollten Gastronomen achten: auf ihr Konzept.

„Rennen Sie nicht jedem Trend hinterher, sondern bleiben Sie zuvorderst Ihrem Konzept treu, was nicht heißt, dass Sie das nicht ab und an überdenken und ergänzen dürfen“, findet Sandra Schröder, Chefredakteurin des neuen Portals „BBQ.LOVE“, das sich – man kann es sich bei dem Namen denken – an Grillfans und Barbecue-Enthusiasten richtet. Aber auch für Gastronomen Tipps bietet. Sandra Schröder erklärt uns, wie man mit Grillen und Fleisch in der Gastronomie Kunden für sich gewinnt. Wir überlassen ihr an dieser Stelle das Textfeld. 

Mit Fleisch fängt man Kunden

Locken Sie mit dem perfekten Steak. Locken Sie mit Fleischqualitäten. Und locken Sie mit neuen Zuschnitten. Denn die Griller unserer Republik haben oft ein Problem: Sie kommen nicht ran an die wahren Spezialitäten. Metzgereien, die den Barbecue-Trend mitgehen sind noch rar, das Kobe-Beef vom Discounter ist eher ein teurer Witz und an das Trockenreifen im heimischen Kühlschrank traut sich kaum einer ran. US Black Angus, Irish Hereford, Txogitxu, Kobe, Wagyu, Eichelmast oder Iberico – für jeden Gastronomen die Eingangstür in die Welt der Fleischenthusiasten.

Grillen können

Richtig, das nützt Ihnen gar nichts, wenn die dafür benötigte Kernkompetenz Grillen nicht in Ihrer Küche vorhanden ist. Schlimmer noch: Sie ist vorhanden, aber Sie wissen es nicht. Grillen tut ja eigentlich jeder. Vielleicht auch Ihr Koch? Schicken Sie ihn auf Grill-Weiterbildung zum Kollegen. Es gibt bereits viele gute Restaurants, die auf diesem Feld sehr weit vorne sind. Ein, zwei Wochen Praktikum in einem anderen Betrieb erweitern den Horizont, motivieren und sind auf jeden Fall lehrreich. Oder Sie holen sich die Kompetenz ins Haus. Wie schon eingangs erwähnt, die Szene boomt: Es gibt fantastische Griller in unserem Land. Schauen Sie sich um bei den Deutschen Grillmeisterschaften, die im August 2017 in Fulda stattfinden. Auch auf vielen Streetfood-Festivals sind diese Foodkünstler anzutreffen. Sie machen Seminare bei Ihnen im Haus und bringen auch das Equipment mit.

Die Grillausstattung

Keine Angst vor großen Investitionen, denn die müssen gar nicht sein. Bevor Sie sich die umfassende Outdoor-Küche planen, fangen Sie lieber klein an. Grillgeräte für die Gastronomie kosten kein Vermögen. Wie Sie einen Grill in Ihrem Outdoor-Bereich einplanen, ist natürlich vom Platz und von den dortigen Begebenheiten abhängig. Ihren behördlichen Aufpasser nehmen Sie am Besten von Anfang an mit ins Boot, denn in Sachen Hygiene und Sicherheit sind Sie an ein paar Auflagen gebunden. Und wenn der Kontrolleur vorab sagt, so müssen Sie das machen, kann er anschließend nicht sagen, so geht das aber nicht. Für die Geräte-Beratung holen Sie sich Ihren örtlichen Grillhändler ins Haus, der kann Ihnen das perfekte Gerät empfehlen. Und er kennt sich auch mit dem aus, was in der Gastronomie gefordert ist. Viel mehr als Ihr Großküchenausstatter. Letzteren können Sie dann fragen, wenn es um die Ausstattung für die Indoor-Küche geht, denn auch dort müssen Sie aufs Grillen nicht verzichten. Kompakte und energieeffiziente Grillgeräte sind schnell in Ihrer Küche integriert. Und so müssen Sie zu keiner Jahreszeit auf Ihre neue Zielgruppe verzichten.

Surftipp: Hase & Co. aus Osnabrück wurde auf nomyblog bereits vorgestellt und verfügt über ein großes Grill-Sortiment für die Gastronomie.

Auch im Winter? Klar!

Grillen ist längst kein Saisongeschäft mehr. Gegrilltes schmeckt auch im Winter, oder gerade im Winter. Dann werden auf dem heimischen Balkon oder der Terrasse die Grillgeräte weniger angeheizt, aber der Hunger ist trotzdem da. Also ist man dankbar für jedes Restaurant, in dem man auch im Winter seinem grillverwöhnten Gaumen etwas Gutes tun kann. Demnach sollte eigentlich die kalte Jahreszeit die Hauptgrillzeit in der Gastronomie sein. Hinzu kommt: Grillen ist unglaublich vielseitig. Es muss gar nicht immer das perfekte Steak sein, das Sie Ihren Gästen vom Grill servieren, es kann ebenso die Beilage oder das Gemüse sein. Grillgeräte verfügen heute über derart viel Zubehör, dass sie problemlos als Wok, als Pizzaofen, als Waffeleisen, sogar als Eierkocher taugen. Sie werden in Ihrer Küche kein zweites Gerät finden, dass Sie so vielseitig einsetzen können wie einen guten Grill.

Entscheidend ist nur, dass Sie es tun. Wagen Sie die ersten Schritte in die Grillwelt und öffnen Sie den zahlreichen Grillenthusiasten Ihre Restauranttüren. Auf eines können Sie zählen: Es werden immer mehr.

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