Internorga 2011: Produkte, Trends und News im Ticker

Nach Rotwein und Cola im Mix gibt es von Kalte Muschi nun auch das Weisswein-Passions-Zeugs, Weinbrause mit Passionsfrucht (5,8% Vol.) und eine Variante mit Rosé, Rosé-Ingwer-Zeugs. Damit ist Kalte Muschi nun „das Opium für jede Kratzbaum-Party“. Prost, Maunzi! ++ Fritz Kola hat nach Angaben von Geschäftsführer Mirco Wolf Wiegert für fast alle seine Produkte die Rezepturen neu aufgesetzt, Hintergrund ist die neue EG-Aromenverordnung. In diesem Zuge wurde auch die Fritz Melonenbrause, bislang mit künstlichen Aromastoffen, zur Fritz Melonenlimonade mit natürlichen Ingredienzien. Diese schmeckt deutlich weniger eisenhart nach Melone, hat dafür leckere Waldmeister– und Honignoten (wird nämlich aus 5% Honigmelonensaft gebaut). „Wir glauben, dass die Konsumenten immer mehr nach Produkten mit natürlichen Inhaltsstoffen fragen werden“, erklärt Wiegert. Das bestätigen auch unsere Beobachtungen; der polarisierende Effekt beim Melonen-Produkt – entweder liebt oder hasst man es – ist allerdings weg. ++
Natürliches und Neues gibt es auch von der Kelterei Heil, die dem alkoholischen Produkt Fichtekranz nun ein AfG aus Apfelwein hinzufügen: Pirlo besteht aus zu Wein vergorenem Apfelsaft, dem anschließend die Prozente durch Abdampfen entzogen werden. Hinzugefügt werden Holunder– und Johannisbeersaft – und dass Pirlo nur halb so viele Kalorien hat (12,5 pro 100 ml) wie der zweifellos direkte Mitbewerber Bionade, schreiben die Kelter aus dem Taunus auch gleich in ihre Presseinformation. Schmecken tut es jedenfalls hervorragend! ++
Loona
ist nicht nur ein 90-Jahre-Danceact, sondern ab sofort auch eine ganze Produktrange, als deren „Einflugschneise“ wir Gastronomien vermuten, in denen weniger die Marke als die Sorte eine Rolle spielt: Wasser mit und ohne Kohlensäure, Apfelschorle sowie Bitter Lemon, Ginger Ale und Tonic Water finden sich in der Gastro-exklusiven Range von NGV-Getränke, daneben Kirsche und Orangensaft, Cola-Orange, Banane und diverse weitere Produkte. „Das Eigenmarken-Konzept ergänzt unsere System– und Förderpartnerschaften mit der Industrie in wichtigen Sortimentsbereichen, in denen wir bisher nicht festgelegt waren“, so Uwe Albershardt. Ziel ist es, so teilt die Markenkommunikation uns am Stand mit, vor allem Betriebe anzusprechen, in denen bestimmte Getränkesorten nicht häufig nachgefragt werden, aber dann vorrätig sein sollen, und in denen es nicht drauf ankommt, dass es eine bestimmte Marke ist. Preislich dürfte es auch attraktiv werden für den Gastronomen. ++
Bitter Lemon, Ginger Ale und Tonic Water für die Gastronomie gibt es auch beim neuen Player im Segment, Thomas Henry. Zusätzlich bieten die Berliner ein Ginger Beer und – ganz neu – eine Grapefruit-Limonade an. Bei Longdrink– und Cocktail-Kennern klingelt es sofort – mit diesen beiden „Fillern“ lassen sich u.a. die Trend-Drinks Moscow Mule und Paloma mixen. Aktuell läuft bei Thomas Henry eine Aktion, bei der die kreativsten Variationen des Klassikers Gin Tonic gesucht werden. ++
Nicht unspannend: Die Pressekonferenz der Carlsberg Deutschland GmbH. Werden bei solchen Veranstaltungen doch meist nur Zahlen, Daten, Fakten heruntergebetet, sparte man hier nicht an Kritik an der eigenen Branche. Bier sei in der jungen Zielgruppe nicht mehr cool, so eine Begründung von Deutschland-Chef Frank Maßen. Die Branche sei, abgesehen vom zwischenzeitlichen Aufschwung-Bringer Biermischgetränke, zuletzt „völlig ideenlos“ gewesen. Hinzu kommen demografische Faktoren. Satte 30% Rückgang im Bier-Bereich bis 2030 prognostiziert man und will u.a. mit dem Spezialitäten-Portfolio House of Beer neue Impulse setzten. HOB bietet Produkte aus der internationalen Carlsberg-Range und auch außerhalb dieser an – und auch Nicht-Bier-Produkte wie Cider. Ein ähnliches Konzept, wie es auch Radeberger mit Braufactum lanciert hat. Mehr Stolz für das eigene Produkt zeigen, lautet die Devise. Bei Astra wird ab Mitte April, im Rahmen der neuen „Astra bleibt analog“-Kampagne, 2011, „aus einer realen Kneipe die welterste Website, die man nicht nur im Netz besuchen, sondern tatsächlich auch betreten kann. Chatten, downloaden etc. inklusive.“ Das Hauptprodukt hingegen wird seine Popularität verstärkt durch den digitalen Social Media-Boom beziehen, so Maßen. Weil man mit seinen internationalen, übers Web verbundenen Freunden nicht so gut über ein regionales, wohl aber ein internationales Produkt wie Carlsberg sprechen könne, würden davon die großen globalen Brands profitieren. Die Betreuung der Social Media-Seiten, die rund um Carlsberg im Web zu finden sind, ist allerdings ausbaufähig: Auf der größten Seite mit über 110.000 Fans überlässt man diesen die Kommunikation nahezu allein. Dass sich dann Anbieter für Sicherheitsschuhe die große Fanschaft für die eigene Produktkommunikation zunutze machen, ist sicher nicht im Sinne des Brauers. Aber auch dessen wird man sich sicher bald annehmen. ++
Zwei coole Food-Produkte zum Abschluss: Salanova, ein innovativer, schnell zerlegbarer Salat und Wichy´s, Sandwiches aus Reis, die gut zum Asia-Dauertrend passen.

Mehr Infos zur Messe: www.internorga.de

1 Kommentar

  • Plötzeneder Andreas sagt:

    dainingu.com war auch auf der Messe zu sehen. Mit genialer Resonanz. Smartphone Gastronomy wird kommen 2011. Und dainingu.com ist vorne mit dabei.

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