In den Magen statt in den Müll: neue Ideen für Abfallvermeidung

Helping The Homeless

Dass ein großer Teil der Lebensmittel nie gegessen, sondern weggeworfen wird, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Der sehenswerte Dokumentarfilm Taste the Waste von Valentin Thurn führt seinen Zuschauern diese Tatsache in aller Deutlichkeit vor Augen: riesige, wie überdimensionierte Portionen anmutende, völlig frische und genießbare Essens“reste“ aus japanischen Restaurants sind da zu sehen, geschäftstüchtige Rekompostierer, die aus Essen Energie herstellen, und Müllcontainer-Taucher, die aus den Untiefen des Wergwerf-Behältnisses einwandfreie Produkte für das Abendmahl fischen. Mit dem aktuellen Vorstoß des Bundesverbraucherministeriums und des Dehoga gelangt das Thema nun auch in der deutschen Gastronomie vollends in die Wahrnehmung.

*nomy hat einige Ideen zusammengetragen, wie Abfall vermeidet und Mägen gefüllt werden können:


Foodsharing
: Noch im Aufbau befindet sich diese Internet-Plattform, die Privatpersonen, Händlern und Produzenten die Möglichkeit gibt, überschüssige Lebensmittel kostenlos anzubieten oder abzuholen. Zudem soll der soziale Aspekt des Essens gefördert werden: Über foodsharing sollen auch Verabredungen zum gemeinsamen Kochen möglich sein, um überschüssige Lebensmittel mit anderen zu teilen, statt sie wegzuwerfen. Foodsharing wird per Crowdfunding finanziert – Interessierte können sich hier beteiligen.


Helping the Homeless
: Ein Beispiel, wie nicht verkaufte Lebensmittel weiterverwendet werden können, liefert Pret A Manger aus Großbritannien. Die am Ende des Geschäftstages übrig gebliebenen Sandwiches und Salate werden an lokale Tafeln gegeben. Im letzten Jahr waren das 2,4 Millionen Produkte. „We do this because throwing good food (and hard work) in the bin is madness“, schreibt Pret A Manger auf seine Servietten, die auf die Initiative hinweisen. Diese Maßnahme ist Teil des Pret Foundation Trust, der neben der Verteilung von Lebensmitteln auch Spenden sammelt und Ausbildungsplätze schafft. www.pret.com/helpingthehomeless

Zu gut für die Tonne: Informationskampagne des Bundesverbraucherministeriums gegen Lebensmittelverschwendung mit praktischen Tipps zur Abfallvermeidung durch besseren Einkauf, bessere Lagerung und bessere Nutzung von Resten. Viele der Tipps liefern auch für die Gastronomie hilfreiche Impulse. Abfallvermeidung und damit die bessere Nutzung der Ressourcen kommt schließlich auch dem Wareneinsatz zugute.  www.zugutfuerdietonne.de

Was kann die Gastronomie noch tun, um weiteren Abfall zu vermeiden und für einen besseren – wohlfahrtsökonomisch gesehen – Wareneinsatz zu sorgen? Wir sind auf weitere Vorschläge, Ideen und Initiativen gespannt!

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1 Kommentar auf “In den Magen statt in den Müll: neue Ideen für Abfallvermeidung

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