Der große Burger-Bestell-Test Teil 2: Düsseldorf, Hannover und München

von Redaktion

Burger sind so angesagt wie nie zuvor. Essen bestellen steht auch hoch im Kurs. Für hungrige Kunden ist es bequem, für Imbiss– und Gastronomiebetriebe ist es ein attraktives Zusatz– und oft gar Kerngeschäft. Wir wollten wissen: Wie frisch sind Pattys, Buns, Salat und Sauce? Wie lange müssen wir warten? Sind am Ende alle satt und glücklich oder nicht? Ein Burgertest in 5 deutschen Städten.

Nachdem wir bereits in Hamburg und in Frankfurt bei jeweils zwei Lieferdiensten zwei Burger plus Beilagen bestellt und probiert haben, nehmen wir im zweiten Teil unseres Test die Landeshauptstädte Düsseldorf, Hannover und München unter die Lupe.

Hallo Helmuth, was können deine Burger?

Wir starten in Düsseldorf, NRW. Der „Imbiss Helmuth“ ist unsere erste Wahl bei der Bestellung. Wir müssen eine knappe Stunde warten, dann ist unser Essen da: Der freundliche Lieferant bringt uns „Helmuths Hähnchenburger“ mit zwei dicken, 180 Gramm schweren Chicken-Patties zwischen hausgemachten Buns, dazu Zwiebeln, Tomate, Gurke und frischer Salat. Wir haben den Burger zusätzlich bei der Bestellung mit Cheddar, Jalapeños und als Dip Mango-Chili-Ingwer-Mayonnaise „gepimpt“. Der Hausklassiker, „Helmuths Hamburger“, kommt ebenfalls mit Cheddarkäse plus Bacon-Mayonnaise-Sauce. Dazu „Helmuths Pommes Frites“ und als Dessert ein Schokoladenauflauf. Trotz recht langen Wartens: die Burger, die wir hier bekommen, sind bislang die heißesten. Es schmeckt frisch, beim Fleisch hat man einen guten Garpunkt erwischt (bzw. erzielt), alles sieht recht schmackhaft aus.

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Guter Look, guter Geschmack: Wir mögen Helmuth.

 

Fazit: Wir sind mehr als zufrieden – diesen Service können wir bedenkenlos weiterempfehlen.

Mehr Quantität als Qualität

Beim Düsseldorf-Testobjekt Nummer zwei sieht die Sache etwas anders aus: Bei „Ravis Burger Time“ locken uns ein „Jumbo Guacamole Burger“ mit Rindfleisch-Patty, Tomaten, Zwiebeln, Salat, Guacamolesauce und Chesterkäse sowie der „Jumbo Suprese Burger“ mit zusätzlich Bacon und Spiegelei. Dazu können wir nicht lassen, uns neben den obligatorischen Fritten auch einen Maiskolben und BBQ-Spareribs zu bestellen. Die Lieferzeit ist mit einer Dreiviertelstunde tadellos, doch das Fleisch scheint zu lang auf dem Bräter gewesen zu sein (eventuell schon vor Bestellung?), Beilagen und Saucen reißen es leider nicht raus. Über die Quantität hingegen können wir nicht meckern.

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Die süßen Fähnchen können nicht über geschmackliche Mängel hinwegtäuschen

Fazit: Insgesamt ist es ein sehr durchwachsenes Ergebnis, zu dem wir hier kommen.

Burger aus der Pizzeria?

Vom Rhein an die Leine. Hallo Hannover, was können deine Burger? Legen wir gleich los, und zwar mit einer Pizzeria. Zugegebenermaßen nicht ganz fair, aber dann wieder doch: Denn viele italienische Betriebe mit Lieferservice, darunter auch „Massimo Pizza“, bieten auch Burger zum Bestellen an. Na dann, zumal der Burger hier in der Top-10 Liste der beliebtesten Gerichte ganz oben steht. Der hausgemachte „American Burger“ soll es sein, mit Käse, Tomaten, Gurken, Eisbergsalat, verschiedenen Saucen und Pommes. Ferner der Doppel-Cheeseburger mit zwei 100-Gramm-Patties aus Rindfleisch-Pattys. Der Pizza- beziehungsweise Burgerbote steht nach 50 Minuten vor der Tür. Verpackung, optischer Eindruck, Quantität – der erste Eindruck ist gut. Der zweite etwas weniger: Die Pommes müssen wir links liegen lassen, da fehlt es an allem. Die Burger sind passabel, doch wie bei den Saucen muss man ein dickes Fragezeichen hinter das Wort „hausgemacht“ setzen.

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Kein großer Wurf: der Classic Burger.

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Der Double-Cheeseburger erinnert an Standard-Schnellrestaurants.

Fazit: Beim nächsten Mal bestellen wir hier dann doch lieber die Pizza.

Der Frische-Faktor

Versuch Nummer zwei. „i-Burger“. Das klingt hip, digital. Bevor wir bestellen, checken wir die Bewertungen auf der Seite. Dort wird zuletzt vor allem die lange Lieferzeit bemängelt. Und auch wir hätten uns für zwischendurch vielleicht besser eine Stulle geschmiert, denn in anderthalb Stunden Warten kann man leicht hungerböse werden.

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Darauf haben wir lange gewartet: die i-Burger kommen in schicker Packung.

Endlich ist die Lieferung da: ein Baconburger auf Chili-Brötchen mit Salat, Gewürzgurken, frischen Tomaten, Zwiebeln, BBQ-Sauce, extra Käse und Pommes im Sesambrötchen und den fleischlosen Veggieburger im Rustikalbrötchen mit hausgemachter Sauce. Die Verpackung stimmt uns milde: die Kartonage mit kleinen Fähnchen dekoriert, das macht was her. Auch ausgepackt sieht alles gut aus – die lange Zeit zwischen Bestellung und Anlieferung jedoch macht sich darin bemerkbar, dass Temperatur und Frische der Burger nicht mehr ganz optimal sind, die Pommes hingegen sind einwandfrei.

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Reichlich mit Speck bedacht: der Bacon-Burger von i-Burger

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Gut, aber könnte noch etwas frischer sein: Veggie-Burger.

Fazit: Hm. Vielleicht wäre das Ergebnis besser und frischer ausgefallen, hätten wir die Lieferung vorbestellt?

Scampi in Steaksauce

In der letzten Stadt unserer kalorienreichen Burger-Reise, München, wollen wir es noch mal wissen. Der Name „HomeFresh“ impliziert ja bereits, dass man sein Essen frisch nach Hause bekommt. Also los: Der extravagante „Scampi Burger“ mit Cornflakes, Parmesan und Steaksauce im Sesambrötchen kostet zwar fast 14 Euro, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Auch der „Beef BBQ Burger“ mit knusprigem Speck, BBQ-Sauce und Jalapenos hat einen stolzen Preis, dafür ist in beiden Fällen die Sättigungsbeilage mit Country Potatoes plus Dip schon dabei, sodass wir nur noch eine Pommes, die muss immer mitgetestet werden, dazubestellt wird. Nach einer Stunde sind die Burger da, eine weitere halbe Stunde später können wir konstatieren: Ein Burger, nämlich der „Beef BBQ Burger“, kann rundum überzeugen, saftig, auf den Punkt gegrillt und mit lecker-rauchiger Sauce. Die Steaksauce hat dem „Scampi Burger“ aufgrund zu hoher Quantität leider nicht so gut getan, die Meeresfrüchte kommen geschmacklich nicht dagegen an. Die Country Potatoes hingegen sind völlig okay und die Pommes richtig gut gewürzt.

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Es sieht nicht aus wie ein Scampi-Burger, es ist aber ein Scampi-Burger

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Dick, fett und überzeugend: der „Beef BBQ Burger“.

Ergebnis: Da ist noch Luft nach oben.

Big Bison Burgers

Zu guter Letzt: „my stolz – der Burger Boss“. Welch selbstsicherer Name. Die Bilder auf der Webseite zeigen: Hier hat man sich dem Thema USA/Diner/Soul/Jazz verschrieben, es ist sogar ein trompetender Louis Armstrong zu sehen. Wir entscheiden uns für Rock´n´Roll: der „Presley Bison Big Burger“ kostet satte 16,90 Euro und fährt ein mit Käse überbackenes Bison-Patty auf, dazu Bacon, Salat, Tomaten, Gurken, Zwiebelringe im selbstgemachten Sesambrötchen. Auch hier sind die Country Potatoes mit hausgemachtem Dip schon dabei, ebenso beim „Beef Big BBQ-Burger“, dessen Patty ebenfalls mit Käse überbacken daher kommt und – mit Spiegelei, das wir uns noch on top als Extrabeilage nicht haben verkneifen können. Nicht ganz eine Stunde braucht man, um uns zu beliefern. „Big“ ist hier alles in der Tat, die Menge rafft uns fast dahin. Geschmack und Frische der Zutaten können in beiden Fällen überzeugen, das Bisonfleisch ist saftig, die Country Potatoes in Ordnung.

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Teuer, aber gut: „Presley Bison Big Burger“

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Mit Spiegelei: „Beef Big BBQ Burger“

Fazit: Gibt es was zu bemängeln? Die Sauce ist Geschmackssache, der Preis ist sportlich. Aber insgesamt ist „der Burger Boss“ absolut empfehlenswert.

Gesamt-Fazit unseres Tests in 5 Städten: Das „Helmuth“ Düsseldorf gewinnt knapp vor „Bullys Burger“ aus Frankfurt. Herzlichen Glückwunsch!

Wie hat es uns in Frankfurt und Hamburg geschmeckt? Hier lesen!

 

 

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