Gastro for Future: Neues Greentable-Konzept für nachhaltiges Gastronomie-Engagement

Mitgliedschaft, konkrete Maßnahmen und transparente Darstellung stehen im Fokus

von Redaktion
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Der neue Fensteraufkleber macht die Teilnahme an „Gastro for Future“ sichtbar. Foto: Greentable e.V.

Seit 2025 ist Greentable die führende Initiative für Nachhaltigkeit in der deutschen Gastronomie. Daran ändert sich auch nichts, wohl aber an der Kennzeichnung: Statt des bisherigen Siegels „Nachhaltige Gastronomie“ werden nun – als Reaktion auf EmpCo – die tatsächlichen Maßnahmen in den Vordergrund gestellt. 

Im Mittelpunkt stehen die zwölf Greentable-Kriterien, die in diesem Zuge überarbeitet und aktualisiert wurden. In den neuen Mitgliederprofilen können Gäste sehen, welche Kriterien ein Betrieb bereits erfüllt und welche konkreten Maßnahmen dahinterstehen. Einige Angaben müssen dabei belegt werden: Zum Beispiel sind Nachweise für Bio-Produkte und Strom aus erneuerbaren Energiequellen erforderlich. Die Angaben werden außerdem auf Plausibilität geprüft und anschließend im öffentlichen Mitgliederverzeichnis dargestellt. Damit reagiert der Verein auf die neue EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825, die Betriebe dazu anhält, nachhaltige Maßnahmen griffiger und nachweisbar zu machen. Worauf in diesem Zuge geachtet werden sollte, hat Tageskarte zusammen getragen.

Praktische Orientierung bietet hier auch der 2025 veröffentlichte Greentable-Leitfaden 12 Ziele für eine nachhaltige Gastronomie. Darin finden sich Tipps und Beispiele rund um Einkauf, Umwelt und gesellschaftliches Engagement. Damit das Thema auch im Restaurant sichtbar werden kann, gibt es für teilnehmende Betriebe unter anderem eine Urkunde und einen Fensteraufkleber. Auf Wunsch kommen Tischaufsteller und ein digitales Medien-Kit dazu. „Wir wollen Nachhaltigkeit in der Gastronomie weiterhin sichtbar machen, aber ohne falsche Erwartungen zu wecken“, erklärt Matthias Tritsch, Vorstand von Greentable e.V. „Greentable ist keine Zertifizierungsstelle, sondern ein gemeinnütziges Netzwerk. Entscheidend ist, dass Gäste nachvollziehen können, welche Schritte ein Betrieb geht.“

Mitmachen können Gastronomiebetriebe, die mindestens sechs der zwölf Greentable-Kriterien erfüllen. Die Angaben werden regelmäßig aktualisiert. Wichtig dabei: Die Mitgliedschaft bei Greentable und die Teilnahme an „Gastro for Future“ sind keine unabhängige Zertifizierung. Es geht vielmehr darum, freiwilliges Engagement sichtbar und nachvollziehbar zu machen.

Wer als Gastronomiebetrieb bei „Gastro for Future“ einsteigen möchte, kann zum Start von einer reduzierten Aufnahmegebühr profitieren: Bis zum 31. Oktober 2026 kostet die einmalige Aufnahme 60 statt 120 Euro. Der reguläre Jahresbeitrag wird im Eintrittsjahr weiterhin anteilig berechnet.

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